Entstehungsprozess

Pilotprojekt – Schulentwicklung

 

Die vorliegenden Geschichten sind ein Ergebnis eines Pilotprojekts, das von einem Projektteam des Peer-Networks der BHAK und BHAS Wien 10 (bestehend aus Ajla Behremovic, Katarzyna Godos, Okan Inanli, Sulumbek Masuev, Esref Öztürk, Suarta Shemo sowie Hesham El-Gouhary und Florian Wallner) im Rahmen der ÖZEPS-Seminarreihe „Peers schaffen Beziehung im Kultur(en)raum Schule“ umgesetzt wurde. Inspiration zu dieser Idee waren einerseits die Workshops der Seminarreihe, die Reflexion der dort angeschnittenen Themen und andererseits Ernst Schmiederers Initiative und Buchreihe „Wir. Berichte aus dem neuen Oesterreich“.

 

Die BHAK und BHAS Wien 10 ist eine kaufmännische Schule mit rund 1450 Schüler/innen sowie 136 Lehrer/innen. Von diesen Jugendlichen und Erwachsenen treten 33 Schüler/innen sowie 17 Lehrer/innen als Erzähler/innen ihrer Geschichten auf.

Die Wahl dieses Themas wurde von der Projektgruppe gemeinsam und aus innerer Motivation getroffen. Ziel war, ein Zeichen förderlicher (interkultureller) Beziehungsgestaltung durch Dialog zu setzen. Es war ein zentrales Anliegen, die Kompetenzen aller beteiligten Personen zu erweitern und einen auf Kooperation beruhenden Lernprozess, der Schüler/innen und Lehrer/innen einschließt, einzuleiten.

Mit diesem Buch wird ein Abschnitt eines Lernprozesses an der Schule sichtbar. In der Beschäftigung vieler Schüler/innen und Lehrer/innen mit den nun gedruckt vorliegenden Geschichten werden weitere Lernschritte eingeleitet.

 

Geschichten der Verantwortung

Lernziel ist die Stärkung interkultureller Kompetenz. Die Methode des autobiographischen Schreibens mit freier Wahl der Textform wurde als Instrument gewählt.

Mit den Autor/innen wurden mehrere Schreibworkshops durchgeführt. In diesen Workshops und der weiterführenden Begleitung standen Selbstreflexion, Feedback, inhaltlicher Austausch der Autor/innen sowie gemeinsame Weiterentwicklung der subjektiven Sichtweisen im Mittelpunkt. Interkulturelle Begegnung und interkulturelles Lernen waren auf vielfältigen Ebenen tragende Säulen. Begleitet wurde der Prozess des autobiographischen Schreibens durch den Verein LERN:KOM, namentlich von Andrea Motamedi, Yasmin Zeiler, Andre Blau und Florian Wallner.

 

Die entstandenen Texte sind das Ergebnis von Entwicklungsprozessen. Oft wurden sie von den Autor/innen nach Rückmeldungen ihrer Kolleg/innen, Feedbackrunden oder auch selbstreflexiver Prozesse mehrfach überarbeitet. Für viele war dies ein Ringen um die Texte, eine Herausforderung, die für ihr Erlebtes und ihre Sichtweise passenden Worte zu finden. Die Geschichten stellen somit das Ergebnis eines hier nicht abbildbaren Lernprozesses dar, der über einen längeren Zeitraum erfolgt ist, der noch nicht abgeschlossen ist.

Alle Texte tragen einen Teil dieser Geschichte ihrer Autor/innen in sich und spiegeln eine Momentaufnahme ihrer subjektiven Weltsicht wider. Diese Geschichten zeigen Probleme, Schwierigkeiten, aber auch Möglichkeiten auf.

Sie sind gleichsam erzählte Beziehung.